Ich bin 1982 in Berlin geboren. Ich zeichne, male und werkel schon seit ich denken kann. Als Kind hab ich am liebsten in meinem Zimmer stunden-lang gezeichnet. Meine Mathehefte in der Schule wiesen keine Zahlen auf, dafür aber wirklich viele filigrane Kugelschreiber-zeichnungen. Ich wusste immer was ich einmal werden möchte und sobald man mir das Wort Illustration erklärte stand mein Berufswunsch fest.

Ich bin also eine Illustratorin aus tiefster Leidenschaft geworden. Mein Abitur hab ich dann so mit Ach und Krach geschafft.

Ich wusste ja es ist gut zu haben aber brauchen werde ich es wahrscheinlich nicht.

 

2003 hab ich dann eine Grafik Design Ausbildung am Berliner Lette-Verein absolviert. Als Grafikerin hab ich dann auch ein wenig gearbeitet aber so richtig gepackt hatte mich das nicht.

 

Ich wollte Ideen sammeln, mich mal ein wenig umschauen und packte meinen Rucksack um die Welt zu erkunden. Nach neun Monaten reisen war ich in Adelaide bei einer Freundin ange-kommen, die Kinderbuchillustratorin war. Ich blieb einen Monat bei ihr, hatte endlich wieder einen Schreibtisch und viele Stifte und zeichnete stundenlang. Ich wollte wieder nach Hause. Ich wollte endlich Illustratorin werden. Es war eine großartige Zeit und auch heute noch denke ich viel an all die schönen Momente zurück.

 

Als ich 2007 dann zurück kam war ich 25 und hatte 500€ in der Tasche. Meine Eltern hatten schon vor der Reise mir liebevoll zu verstehen gegeben, dass ich nun wirklich erwachsen wäre und das mit den "auf eigenen Beinen stehen" sei nicht nur so ein Spruch.​

Da stand ich also braungebrannt eben noch in Australien am Strand, mitten in Berlin ohne Wohnung und ohne Job. 

Es begann eine quer-feld-ein-durchgemischte Zeit.

Ich war Kellnerin, Kinderklamottenverkäuferin, Geschenke-einpackerin, Grafikerin, Telefonistin und sogar viele Jahre auch Produktionsassistentin einer Kinder TV Serie namens Super4 inspiriert von Playmobil aber ich war immer noch keine Illustratorin.

 

​Also fing ich an mich bei vielen Magazinen zu bewerben und manchmal bekam ich ein Vorstellungsgespräch. Ich kam mit meiner Mappe oder eher meinem Sammelsorium an unglaublich vielen Stilen an und die Art Direktoren konnten mich absolut nicht einordnen.

 

In der Mappe befanden sich Zeichnungen, Drucke, Collagen

Acryl-und Aquarellmalereien und auch ein paar vereinzelte Scherenschnitte.

Ich konnte alles einigermaßen gut aber nichts so richtig perfekt. Eine Art Direktoren gab mir 2009 den Ratschlag mich auf die Scherenschnitte zu konzentrieren.

 

Das war der Anfang von MVMpapercuts. Ich feiere also dieses Jahr mein 10. Jubiläum.

 

Ich legte all meine Pinsel und Farben zur Seite und tauschte sie gegen Cutter und Papier ein. Langsam baute ich meine Marke auf. Ich entwickele immer wieder neue Stile, nehme auch wieder andere Materialien wie z. B. Tinte hinzu aber ich bleibe dem Papier treu.

 

Ich bin eine Papier-Illustratorin geworden!